Neubau der Skate-Anlage Külzviertel
Geplante Realisierung: 2027
Vor über 20 Jahren wurde die Skate-Anlage errichtet. Diese hat sich als wichtiger Sport- und Freizeitort neben dem Jugendclub, der Grundschule „Am Waldrand“ und dem Sportpark im Külzviertel etabliert. An sonnigen Tagen zählt man hier im Schnitt zwischen 25 bis 30 Nutzer auf der Fläche. Eine feste Skatergruppe trifft sich regelmäßig vor Ort. Die Anlage ist zu jeder Zeit und für jedermann offen zugänglich und gehört damit zu den Orten sozialer Aktivitäten mit einer besonders hohen Integrationsleistung.
In den letzten Jahren wurde zunehmend deutlich, dass aufwändigere Sanierungsmaßnahmen notwendig werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Schäden an den Fahrflächen und verschlissene Skateelemente beeinträchtigen die Nutzbarkeit und führen zunehmend zu einem Verletzungsrisiko. Außerdem entspricht das Angebot der derzeitigen Anlage nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Sicherheit und Nutzungsqualität.
Die intensive Bespielung der Skate-Anlage von verschiedenen Nutzergruppen unterschiedlicher Leistungsniveaus und auch die Entwicklung in dieser Sportart machen eine Sanierung und bauliche Anpassung erforderlich. Im Frühjahr 2023 wurde die Planung für eine Neugestaltung von ca. 500 m² der Anlage ausgeschrieben.
Im Rahmen der Entwurfsplanung wurde die Sanierung und Weiterverwendung der vorhandenen Skateelemente untersucht. Aufgrund ihres technischen Zustands, ihrer konstruktiven Ausbildung sowie der fehlenden gestalterischen und funktionalen Integrationsfähigkeit wurde von einer Einbindung in die neue Anlage abgesehen.
Die geplante vollständige Neugestaltung ermöglicht eine zusammenhängende, flüssig befahrbare und langfristig nutzbare Anlage, die den Anforderungen an Sicherheit, Fahrfluss und Nutzungsvielfalt gerecht wird.
Die Planung wurde in fünf Workshops mit lokalen Nutzergruppen vor Ort entwickelt. Die Anregungen und Wünsche aus diesen Beteiligungen sind direkt in das Design eingeflossen. Die rund 700 Quadratmeter große Skate-Anlage ist in zwei Ebenen gegliedert und folgt einem klargeometrischen Gestaltungskonzept.
Die untere Ebene ist an das Street-Skating angelegt. Dies bezeichnet das Befahren von Elementen, die typischen urbanen Straßenräumen nachempfunden sind, wie etwa Kanten, Geländer, Stufen, geneigte Flächen und Podeste. Dazu gehören verschiedene Hindernisse wie eine lange Stange, erhöhte Flächen, Bänke und kleine Rampen. Rundherum gibt es weitere Rampen, Wände und Kurven, die für einen guten Fahrfluss und ausreichend Geschwindigkeit sorgen. Auf der oberen Ebene befinden sich zusätzliche Hindernisse und Rampen. Ein besonderes Highlight ist die Kombination aus einer kegelförmigen Rampe und einer gebogenen Rampe. Die Anlage wird durch sanfte Böschungen begrenzt und fügt sich dadurch natürlich in die Umgebung ein. Gleichzeitig helfen die Böschungen dabei, den Lärm zu reduzieren.
Die Fahrflächen werden in Ortbetonbauweise hergestellt. Dabei werden sie vor Ort geschalt, bewehrt und betoniert, sodass eine robuste, fugenarme und dauerhaft nutzbare Oberfläche entsteht.
Es ist auf einer Länge von ca. 30 Metern die Errichtung einer vier Meter hohen Lärmschutzwand vorgesehen. Diese soll eine hohe Schalldämmung und Schallabsorption gewährleisten und die Möglichkeit einer Begrünung beinhalten. Der bestehende Lärmschutzwall wird zurückgebaut. Gezielte Baumneupflanzungen und Wiesen sorgen für Verschattung und strukturieren den Freiraum.

